Donnerstag, 24. November 2011

Von Zeit und Ewigkeit

Foto Quelle: Winkel "Die Zeit" cc-lizenz(by2.0)

Die Zeit

Stumm wage ich einen zaghaften Blick, hindurch die soliden Mauern der Trübheit,
verweile staunend vor dem Leben,
versuche die Ewigkeit zu ergreifen, welche in Sekunden an mir vorüber fließt.

Lautlos erschrocken blicke ich der Zeit ins Antlitz, Anmut und Schönheit,
vergesse ohnmächtig ihre unbändige Macht, dem Diesseits des Gemäuers scheint sie zu fliehen,
eilt ohne Mitleid an ihm vorbei.

Träumend wache ich, harre schaudernd in freudiger Trauer,
bewundere in Verachtung den flüchtigen Moment der allzu vergänglichen Gegenwart,
gebe mich hin, der verzehrenden Sehnsucht nach Einhalt.

Voller Wehmut flehe ich um Verbrüderung mit der Möglichkeit,
nein, wo selbst ein Sehen kaum erlaubt, kann auch mein Greifen keine Hoffnung bergen,
darf es niemals vereinen was mit dem Winde strebt.

Und doch, die Zeit, des Lebens Ewigkeit, entschlossen muss ich mich mit ihr verbünden,
denn siehe, der Nebel Ebene entweicht sie stets, nicht etwa mir.
Da, jenseits schwebt der Frühling vorbei, mit ihm will ich beginnen.