Sonntag, 26. August 2012

Keine Pause

Fragt mich doch kürzlich jemand, ob ich eine "Schöpferische Pause" eingelegt hätte, da ich in letzter Zeit seltener über die Weiterentwicklung der 2. Lebenszeit-Uhr schreiben würde....

Ein kurzer Blick in mein Gartenatelier gibt Antwort auf diese Frage....


Neben der Arbeit an der  Lebenszeit-Uhr habe ich angefangen ein älteres Bild, die "Frau mit Vase" zu überarbeiten.....

Zwischenzeitlich tut es einfach gut, wieder mit Farbe und an der Staffelei zu schaffen.

Aber auch an der Uhr geht es - wenn auch in kleinen Schritten - voran.
  

Noch ist kein ausreichend starkes Pendelwerk gefunden, um den als Pendel dienenden Tierschädel dauerhaft in Schwingung zu versetzen. Inzwischen habe ich damit begonnen am Sockel mit getriebenen und gelöteten Kupferblechabschnitten eine Verbindung zwischen den vorhandenen Holzelementen herzustellen.
Eine mühsame Aktion, von der ich mich zwischendurch bei einem dreitägigen Dänemarkaufenthalt erholen konnte.


Aber, wie schon erwähnt, nix Pause, es geht voran, wenn auch noch nicht sicher ist, ob die mühsame Arbeit am Sockel der Lebenszeit-Uhr nicht doch noch im Verlauf der Entwicklung verworfen wird um zu einer ganz anderen Lösung der "Sockelfrage" zu kommen.
Sicher ein schwieriger Weg.          Einfacher wäre es, ein Gesamtkonzept für die Arbeit zu entwickeln, einen kompletten Entwurf zu fertigen und den dann umzusetzen......

......allerdings klappt das mit dem klaren Konzept das man nur noch umsetzen muss bei mir nicht, weder im Leben, noch in der Kunst.... 
Ich arbeite eher nach der Methode "trial and error"*. Das Sammeln von Erfahrungen und Ringen um Lösungen ist dann wohl mein Weg. 

*Wikipedia: 
Versuch und Irrtum (englisch trial and error) ist eine heuristische Methode, um Probleme zu lösen, bei der so lange zulässige Lösungsmöglichkeiten probiert werden, bis die gewünschte Lösung gefunden wird. Dabei wird oft bewusst auch die Möglichkeit von Fehlschlägen in Kauf genommen.


Mittwoch, 15. August 2012

Gute Zeit


.....um nach den düsteren Bildern der "memento-mori Uhren" einmal auf etwas wesentlich freundlicheres zu kommen, möchte ich zwischendurch auf eine höchst sehenswerte Ausstellung hinweisen, die noch bis zum 2.September in St. Peter-Ording zu sehen ist.

Unter dem Titel "Watt´n Meer!"  werden in der Strandkorbhalle am Norderdeich (im Ortsteil Ording)  Arbeiten von sechs Künstlerinnen und Künstlern aus der Region gezeigt.
Veranstalter ist die Kunstinitiative St.Peter-Ording, der es auch zu verdanken ist, daß aus der alten Halle, die im Winter die Standkörbe beherbergt, ein wunderbarer Ausstellungsort geworden ist.


 
Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt bei fotografischen Arbeiten, wobei die unterschiedliche Herangehensweise der verschiedenen Künstler/innen: Walter Raabe, Sibille Rehder, Ulrike v. Hoerschelmann und Frauke Petersen, die Arbeiten unvergleichbar macht.
Ausdrucksstark sind sie alle.
                                                                                                                        
Die runden Meeresbilder von Gisela Schmidt und die leichten Seidenarbeiten von Angelika Berger runden das Gesamtbild ab.
Durch die "stillen" Arbeiten in diesem merk-würdigen Raum, dessen Boden mit Sand bedeckt ist, entsteht fast eine Meditative Atmosphäre, die durch das bunte Treiben der Badegäste vor der Tür nur noch verstärkt wird.


Es lohnt sich unbedingt mal hinzugehen um in der Strandkorbhalle eine gute Zeit zu haben (täglich außer Montag von 16°° bis 19°° Uhr)



Mittwoch, 1. August 2012

Wartezeit = Lebenszeit - memento mori 8

Jetzt steht fest: im Sockel der Lebenszeit-Uhr 2 soll neben Anschnitten aus Baumstämmen als Verbindung starkes Kupferblech verarbeitet werden.

Vorab war die grundsätzliche Frage zu klären ob der Sockel rein funktionellen Charakter haben soll, neutral gestaltet wird, um lediglich unauffällig die massive Lebenszeit-Uhr zu halten  -  oder ob er Bestandteil der Lebenszeit-Uhr sein soll, d.h. inhaltlich und vom Material her mit der übrigen Arbeit korrespondiert.
Ich habe mich aus inhaltlichen Gründen für die zweite Variante entschieden.
Dazu später mehr.

Die Längere Suche nach alten Blechen blieb erfolglos - also wurden neue Kupferblechzuschnitte bestellt. Die werden hoffentlich bald geliefert, um die Arbeit endlich konkret fortsetzen zu können.
                                                                                                                   Jetzt heißt es erst einmal warten, zwischenzeitlich ein paar "Lockerungsübungen" mit Farbe und Leinwand......
Gute Gelegenheit, die Pause zur Fortsetzung der "memento mori -Uhren" Serie zu nutzen.

(Quelle:http://www.zgallerie.com/p-2597-skull-clock.asp)





Die bisher in der Reihe gezeigten,vorwiegend alten Uhren, sollten die Betrachter mahnend an die Begrenztheit der eigenen Lebenszeit erinnern.                
Bei diesem neuen Internet-Fundstück, der "Skull Clock"  für  $34.95 scheint es sich allerdings eher um ein makaberes Geschenk made in USA zu handeln.   


 




 
Nochmal zur Erinnerung:
Laut Wikipedia  "...entstammt ja der Ausdruck Memento mori  dem mittelalterlichen Mönchslatein , wo er vermutlich verballhornt wurde aus Memento moriendum esse, sinngemäß übersetzt also:   Sei eingedenk, dass du sterben musst...... "