Freitag, 28. Juni 2013

Geisterstunde


Die Rückmeldungen nach Abschluss der Arbeiten an der zweiten Lebenszeit-Uhr waren überwiegend positiv.

Jetzt ist Zeit wieder mit Farbe zu arbeiten, ein guter Einstieg ist die Fortsetzung der Serie kleinformatiger Arbeiten mit dem Titel:
 


HAUSGEISTER    oder   GUTE GEISTER



Die ersten Arbeiten der Serie  entstanden unter dem Titel „espíritus buenos  Anfang der neunziger Jahre auf Teneriffa.


Die Fantasiegestalten, entstehen intuitiv, gemalt auf Leinwand, Holz oder Stein, meist goldfarben auf dunklem Grund.

Jedes Exemplar, auch das kleinste,  ist ein Unikat.

Die kleinen, an Höhlenmalerei erinnernden Arbeiten heißen „Gute Geister“,  weil sie  grundsätzlich in angenehm, entspannter Atmosphäre entstehen, so dass überwiegend positive Energie in den Schaffensprozess  einfließt. 
 
 

Die auf den Kanarischen Inseln begonnene Serie wird jetzt nach sechs Jahren auf  Eiderstedt fortgesetzt.




Nach der zeitweise auch körperlich  anstrengenden Arbeit an einem großen Objekt wie der Lebenszeit-Uhr sind entspannte "Fingerübungen" mit Farben auf kleinen und kleinsten Leinwänden die reinste Erholung.
 
 "Gute Geister"im Klein- und Kleinstformat sind jetzt auch im Stadtatelier Tönning zu sehen.


 

Mittwoch, 19. Juni 2013

Es ist vollbracht

Die Lebenszeit-Uhr 2 ist fertiggestellt.
Wie bei der ersten Uhr hat sich die Arbeit etwa über ein Jahr erstreckt.

Die Lebenszeit-Uhr2 unterscheidet sich wesentlich von der ersten Arbeit dieser Reihe. 
Zwar bilden auch hier die künstlerischen uns technischen Elemente eine Einheit, allerdings habe ich diesmal bewusst auf Farbigkeit und die konkrete Anzeige verflossener Lebenszeit verzichtet.

Aus einer Verbindung von alten Fachwerkbalken, massiven Kupferblechen, Holz,Knochen, Federn und Technik entstand ein frei im Raum stehendes Objekt, (2,10 X 1,65 X 0,73m) dessen bewegliche Elemente lediglich den Lauf der Zeit symbolisieren, ohne die Zeit konkret zu messen und anzuzeigen.

      
video 
Video in besserer Qualität auf www.rainer-lischeski.net / Lebenszeit-Uhr


Die langsame Bewegung des Ziegenschädel-Pendels korrespondiert mit der Kreisbewegung des einzigen Zeigers, der aus Krähenfedern besteht.                         Während die Federn des Zeigers auf das Element Luft verweisen, sorgen die Baumabschnitte als Teil des Sockels für Erdung.

Verbunden werden diese seitlichen Sockelteile durch getriebene und grob verlötete Kupferbleche, die an einen gepflasterten Weg erinnern.

Die massiven Eichenbalken die den zentralen Kupferkorpus tragen und an Spitzen starke Spuren von Verrottung zeigen, symbolisieren einerseits Stärke, andererseits deren Begrenztheit und Verfall.  

Soweit der Versuch einer kurze Beschreibung der Arbeit.                                          Das Projekt wird fortgesetzt, d.h. es wird innerhalb eines Jahres die dritte Lebenszeit-Uhr geben. 



Samstag, 1. Juni 2013

Es ist gut so wie es ist

Die Arbeit an der Lebenszeit-Uhr 2 kommt in eine letzte, entscheidende Phase.


Wie in jedem künstlerischen Prozess ist ein Punkt erreicht, wo jedes Hinzufügen weiterer Elemente das jetzt Erreichte zerstören würde. Es ist gut so wie es ist.
Die Funktionen von Uhr und Pendel sind erprobt und in Ordnung.

Wie im richtigen Leben ist es jetzt sinnvoll, das einmal erreichte, scheinbar fertige, in seine Einzelteile zu zerlegen, um es zu begreifen und
dann endgültig stabiler und sicher wieder aufzubauen.
Die Baumelemente und das aus Kupferblechen gefertigte Mittelteil des Sockels werden jetzt fest verbunden. Der Korpus aus Kupferblech  hängt während dieser Arbeit am Montageseil im Atelier. Neben Stabilität und Standfestigkeit soll eine Erleichterung bei Transport und Aufstellung an anderen Orten erreicht werden.
Alles ist auf einem guten Weg - die Lebenszeit-Uhr 2 wird, trotz Krankheitsbedingter Unterbrechungen, wie geplant noch in diesem Monat fertiggestellt.