Donnerstag, 21. November 2013

Die Farben der Frau E.


Bei der Gestaltung der ersten beiden Lebenszeit-Uhren habe ich mich, bei aller Unterschiedlichkeit der Material- und Ausdrucksform vorrangig  mit Ablauf, Begrenztheit und Wertschätzung der Lebenszeit befasst. 

Während in der erste Arbeit das Thema noch vordergründiger, plakativer behandelt ist, spielte in der zweiten Uhr das Symbolhafte eine größere Rolle. 
Die Arbeit wirkt für sich, allein durch die Wahl der Materialien und deren Bearbeitung. 

Für die nächste Lebenszeit-Uhr gibt es den Arbeitstitel "Die Farben der Frau E."
In der dritten Arbeit der Serie will ich mich weniger mit dem Ablauf der Zeit befassen , mehr mit Inhalten und Werten.

Schwerpunktmäßig wird es darum gehen, daß Dinge die in bestimmten Zeiten von herausragender Bedeutung sind, in nachfolgenden Lebensphasen möglicherweise an Wichtigkeit verlieren, um letztlich in der Mülltonne des Vergessens zu landen. 


Wie es zu dem Arbeitstitel kam:

Während meiner Zeit in der Bilderwerkstatt Garding besuchte mich regelmäßig der Vermieter der Räume, der gleichzeitig in einem Seniorenheim in Garding arbeitete.         Unter anderem erzählte er von einer Heimbewohnerin, einer Frau E., die auch Malerin sei, aber wegen ihrer Gebrechlichkeit nicht mehr malen könnte... 

Eines Tages kam er mit einem Karton voller Fläschchen und kleiner Dosen mit Farbpigmenten - alles fein beschriftet und geordnet von besagter Frau E., die nun ins Pflegeheim verlegt wurde. Zuletzt hatte sie sich offenbar mit Porzellanmalerei befasst.
"Die Frau kann es nicht mehr gebrauchen, wäre doch zu schade die Sachen einfach in die Mülltonne zu werfen. Vielleicht können sie etwas damit anfangen..."

So kam ich nun zu den Farbbehältnissen einer ehemals malenden Frau, die ich noch nicht einmal kannte.                                                                                                                 
Malmittel, Farbpigmente, die in Glasröhrchen, kleinen Flaschen und Pillendosen, sorgsam geordnet, beschriftet, gehütet und aufbewahrt - bis die Zeit kam, daß Andere über die Frau und die ihr einst wichtigen Dinge entschieden.  

Jetzt werde ich Zeit mit diesen Dingen verbringen, etwas damit anfangen, sie in der dritten Lebenszeit-Uhr verarbeiten. 
Erste Ideen sind da, von einer Lebenszeit-Uhr in Form einer Gebetsmühle....


 


Montag, 4. November 2013

Klein aber fein

......ist die Ausstellung mit einer Auswahl eher kleinformatiger Bilder, die  im Treffpunkt Oldenswort eröffnet wurde.

Trotz der überschaubaren Zahl der Besucher, die sich zur Vernisage am 27.10. eingefunden hatten, war ich zufrieden.

Es war doch ein sehr lebendiger Auftakt der Ausstellung , die noch bis zum 29. November in der Dorfstraße 31 in Oldenswort auf Eiderstedt geöffnet ist.

Nachdem die gröbsten Orkanschäden rund ums Gartenatelier beseitigt sind, ist Zeit für eine kurze Erholungspause auf Mallorca.
Folgt noch eine Verkaufsaustellung des Husumer Kunstvereins am 7./8. Dezember im Husumer Speicher und dann ist es auch gut für dieses Jahr, das für mich in künstlerischer und gesundheitlicher Hinsicht nicht gerade langweilig verlaufen ist. 

Über die Entwicklung der dritten Lebenszeit-Uhr (Arbeitstitel - Die Farben der Frau E.) werde ich in Kürze an dieser Stelle ausführlich schreiben.